The Voyager 01.10.2026 | Page 34

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Saskia Schäper, Projektmanagerin

Florida Viel zu schön für den Ruhestand

F ür viele gilt der „ Sunshine State“ als Senioren

Paradies schlechthin. Nun bin ich aber( noch) keine Seniorin und halte dieses Vorurteil auch für absoluten Mumpitz. Meine Liebe für dieses Fleckchen Erde fing mit 11 Jahren an, als mich meine Eltern das erste Mal mit über den großen Teich nahmen. Von da an folgten viele Jahre, in denen wir immer neue Ecken und Städte des südöstlichsten Bundesstaats der USA entdeckten und unter anderem auch mehrfach bereisten.

Aber was macht man nun mit Kindern im Senioren-Staat der USA? Klar! Freizeitparks erobern. Und natürlich sind das Epcot-Center, die Universal-Studios, das Kennedy Space Center oder Bush Gardens einige meiner strahlendsten Kindheitserinnerungen. Aber genauso gehören das türkisblaue Wasser und der weiße Strand von Siesta Key, die bunten Fassaden von Miami Beach oder ein freilaufender Baby-Alligator, der sich hinter unserem Ferienhaus verirrt hatte, dazu. Das Wetter in Florida ist grundsätzlich warm und dicke Kleidung kann zu Hause gelassen werden. Allerdings sollte man beachten, dass es eine Hurricane Saison gibt. Die Behörden sind aber gut darauf vorbereitet und reagieren im Fall der Fälle schnell. In all den Jahren, in denen ich dort war, mussten wir dennoch nie evakuiert werden und es gab allenfalls mal kräftige Regenschauer, die ausgiebig für das Springen in Pfützen oder Tanzen in der warmen Sommerregen-Luft genutzt wurden.

Der amerikanische Bundesstaat ist für mich ein ganz eigener Kosmos. Wenig Hektik, das Leben zwischen Strand und Boutiquen, die Freundlichkeit der Menschen und die atemberaubende Natur der Everglades, des Crystal Rivers oder der Florida Keys stehen in wunderbarem Kontrast zu Freizeitparks, Großstadtflair und Events. Es ist also wirklich für jeden etwas dabei.

� Sonne, Strand und Kindheitserinnerungen.

� 2007 in den Everglades: Eine Airboat-Tour durch das Sumpfgebiet gehört hier zum Pflichtprogramm.