„ Costa Rica war für uns ein echtes Familien-Abenteuer.“
Melanie und Thomas Ludwig von fravely. de, der Familien- & Abenteuer-Reiseblog
C osta Rica – schon der Name klingt nach Abenteuer. Und genau das haben wir auf unserer 3,5-wöchigen Rundreise mit For Family Reisen durch das kleine Land in Mittelamerika erlebt. Gemeinsam mit unseren beiden Teenagern Flo und Ben ging es mit dem Mietwagen einmal quer durch Costa Rica: von San José über Vulkane und Regenwald bis an die Karibik- und Pazifikküste. Wir wollten Costa Rica nicht einfach nur als klassischen Strandurlaub erleben, sondern möglichst viel Natur, Tiere und Abenteuer entdecken. Und davon gibt es hier mehr als genug: Schon rund um den Vulkan Arenal zeigte sich, wie abwechslungsreich Costa Rica ist. Wir wanderten über alte Lavafelder und durch den Regenwald, überquerten die Hängebrücken der Mistico Hanging Bridges und entdeckten dabei Affen, Vögel und kleine Frösche. In La Tigra lernten wir auf einer kleinen familiengeführten Farm, wie Kaffee und Schokolade hergestellt werden, übernachteten mitten im Regenwald und pflanzten bei einem Aufforstungsprojekt sogar selbst einen Baum.
� Hoch über dem Regenwald: Die Kapok Hanging Bridge ist eine der längsten Hängebrücken Costa Ricas.
� Beim Ziplining schwebten wir durch die Baumkronen und entdeckten dabei sogar ein Faultier.
Auch Abenteuer kamen auf unserer Reise nicht zu kurz. In Sarapiquí sausten wir beim Ziplining durch die Baumkronen und waren anschließend beim Rafting auf dem Río Sarapiquí gemeinsam gefordert. Ein besonderes Erlebnis war außerdem die abgelegene Selva Bananito Lodge: Nach starken Regenfällen mussten wir den Fluss auf Pferden überqueren, während unser Gepäck mit einem Traktor transportiert wurde. Bei Wanderungen durch den Primärwald begegneten uns Affen, eine Viper und beeindruckende jahrhundertealte Bäume.
An der Karibikküste rund um Puerto Viejo und Cahuita wurde es etwas entspannter. Wir erkundeten den Küstenregenwald, beobachteten Tiere und Flo und Ben sammelten erste Erfahrungen auf dem Surfbrett. Danach führte uns die Reise über den kühleren Nebelwald im Hochland bis in den Corcovado Nationalpark, wo Costa Rica noch einmal besonders wild und ursprünglich wirkte.
An der Pazifikküste folgten weitere unvergessliche Tierbeobachtungen: In Uvita sahen wir bei einer Bootstour Buckelwale, Delfine und Schildkröten. Im Manuel Antonio Nationalpark begegneten uns Affen, Faultiere und Echsen direkt entlang der Wege – mit traumhaften Stränden gleich nebenan.
� Ein Guide kann besonders im dichten Regenwald bei der Suche nach Tieren sehr hilfreich sein.
� Entspannen und surfen – in Sámara an der Pazifikküste geht beides wunderbar.
Zum Ende der Reise wurde es rund um Rincón de la Vieja noch einmal richtig abenteuerlich. Beim Canyoning seilten wir uns an Wasserfällen ab, sausten über Ziplines und wanderten durch Flüsse und Schluchten zum La Leona Wasserfall. Die letzten Tage verbrachten wir schließlich an den Stränden von Playa Carrillo und Sámara. Flo und Ben gingen noch einmal surfen, wir sahen Delfine bei einer Angeltour und beobachteten bei einer Turtle Tour sogar eine Meeresschildkröte bei der Eiablage.
Costa Rica war für uns ein echtes Familien-Abenteuer. Kaum ein anderes Land verbindet auf so engem Raum Regenwald, Vulkane, Wasserfälle, eine unglaubliche Tierwelt und gleich zwei Küsten. Natürlich waren manche Fahrten lang, einige Wanderungen anstrengend und der Regen manchmal ordentlich. Aber genau diese Mischung hat unsere Reise ausgemacht.
Unser Fazit: Für aktive Familien, die gemeinsam Abenteuer erleben, Tiere in freier Natur beobachten und immer wieder etwas Neues ausprobieren möchten, ist Costa Rica aus unserer Sicht ein perfektes Reiseziel. Wir würden jederzeit wiederkommen – denn obwohl wir dreieinhalb Wochen unterwegs waren, haben wir am Ende trotzdem das Gefühl: Von Costa Rica haben wir noch längst nicht alles gesehen.
Unsere 5 Tipps für Costa Rica mit Familie
1
4x4-Mietwagen
Abgelegene Unterkünfte und Nebenstraßen können trotz gut ausgebauter Straßen anspruchsvoll sein – ein 4x4 ist daher oft hilfreich. Plant außerdem mehr Fahrzeit ein, als die Karte vermuten lässt.
Nicht zu viele Stationen Costa Rica ist zwar klein,
2 aber die Fahrzeiten können lang sein. Lieber weniger Orte auswählen und dafür länger bleiben. Drei bis vier Wochen sind für eine umfangreiche Rundreise eine sehr gute Zeit.
3
Der frühe Vogel... Starte früh in den Nationalparks, dann ist es ruhiger, kühler und die Chancen auf Tierbeobachtungen sind besser. Ein Guide kann besonders bei der Suche nach Tieren sehr hilfreich sein, ist aber nicht überall notwendig.
Vorbereitung ist alles
4
Seid auf jedes Wetter vorbereitet. Auch in der Green Season wechselt Sonne schnell mit kräftigen Regenschauern. Regenjacke, wasserfeste Schuhe, Drybags und wiederbefüllbare Trinkflaschen gehören daher ins Gepäck.
5
Abenteuer für die ganze Familie
Costa Rica ist für Familien mit Teenagern besonders spannend, wenn alle gerne aktiv sind: Surfen, Rafting, Ziplining, Wandern und Tierbeobachtungen sorgen für Abwechslung. Dazwischen sollte Zeit zum Entspannen bleiben.