The Voyager 02.04.2026 | Page 14

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ITALIEN Civita di Bagnoregio

� Wo? In der Region Latium an der Grenze zu Umbrien und zehn Kilometer östlich des Bolsena-Sees

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� Wie? Vom Flughafen Rom mit dem Zug nach Orvieto( ca. 1,5 Std.), weiter mit dem Bus nach Bagnoregio( ca. 40 Min.) und dann entweder mit einem Shuttlebus oder zu Fuß( ca. Min.) nach Civita di Bagnoregio

W ie eine Krone aus Stein thront das kleine

Dorf auf seinem Felsen – und bis heute ist es nur zu Fuß über eine 250 Meter lange Brücke zu

erreichen. Seitdem 1695 ein Erdbeben die Region erschütterte und der Bischof seinen Felssitz verließ, ist Civita di Bagnoregio nahezu unbewohnt.

Die Geschichte des Ortes Civita di Bagnoregio, oft als „ die sterbende Stadt“ bezeichnet, reicht über 2.500 Jahre zurück. Gegründet von den Etruskern im 7. Jahrhundert v. Chr., nutzten sie die strategische Lage auf einem Tuffsteinfelsen zur Verteidigung. Im Mittelalter entwickelte sich Civita zu einem wichtigen Handelszentrum. Viele der heute sichtbaren Gebäude stammen aus dieser Zeit. Das Haupttor der Stadt, Porta di Santa Maria, geschmückt mit Skulpturen, ist der einzige Zugang zur Stadt und ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher Architektur.

Die Wege des kleinen Ortes führen durch schmale, verwinkelte Gassen. Der gesamte Ort ähnelt einem Freilichtmuseum. Bei einem Besuch fällt zunächst die Kirche San Donato auf. Sie stammt aus dem 7. Jahrhundert und ist bekannt für ihre historische Bedeutung und Architektur. Im Inneren befindet sich ein Kreuz, das der Schule Donatellos zugeordnet wird. Betrachtet man das Kreuz von rechts, scheint Christus noch am Leben zu sein. Bei einem Blick von links jedoch ist er seinem Schicksal bereits erlegen. Für den Kirchturms wurden zwei etruskische Sarkophage als Spolien, also als Baumaterial, wiederverwendet.

Wenn man schon mal da ist... � Lago di Bolsena

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Die Region um den Bolsenasee an der Grenze zu Umbrien ist eine beliebte Sommerfrische. Bekannt wurde Bolsena durch das „ Wunder von 1263“, als während einer Messe Blut aus der Hostie auf das Messtuch getropft sein soll. Das Tuch wird heute im Dom von Orvieto aufbewahrt; in der Kirche Santa Cristina erinnert die Cappella del Miracolo daran.

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� Tuscania

Ein geschichtsträchtiges Städtchen in der Tuscia, steht beispielhaft für die mittelalterlichen Orte der Region. Die Gebäude tragen oft charakteristische „ Profferli“, außenliegende Treppen. Bedeutende Bauwerke sind die romanische Basilika San Pietro mit bischöflichem Palast aus dem 11. Jahrhundert sowie die Kirche Santa Maria Maggiore mit herausragender Bauplastik.

� Viterbo

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Die etruskische Stadt gehörte seit dem 8. Jahrhundert zum Kirchenstaat und war im Mittelalter Rückzugsort der Päpste. Eine gut erhaltene Stadtmauer umgibt die Altstadt mit der Piazza del Plebiscito, dem mittelalterlichen Viertel San Pellegrino sowie der Piazza San Lorenzo mit Kathedrale und Papstpalast, Schauplatz des Konklaves von 1270.

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