Auf fast 5.100 Metern Höhe, mitten in den peruanischen Anden, liegt ein Ort, an dem selbst das Atmen schwerfällt: La Rinconada, die höchste dauerhaft bewohnte Stadt der Welt.
Z wischen Eis, Geröll und kahlen Berghängen leben mehr als 50.000 Menschen unter Bedingungen, die kaum lebensfreundlich erscheinen. Auf fast 5.100 Metern Höhe ist die Luft so dünn, dass selbst wenige Schritte zur Anstrengung werden. Fließendes Wasser gibt es nicht, ebenso wenig ein funktionierendes Abwassersystem oder eine geregelte Müllentsorgung. Und doch zieht La Rinconada weiterhin Menschen an. Der Grund liegt tief im Berg verborgen: Gold. Die Stadt entstand durch den Goldrausch und ist bis heute ein Ort der Hoffnung auf den großen Fund. Viele schuften unter extremen Bedingungen in den Minen, oft ohne Sicherheit und für wenig Geld. La Rinconada gilt nicht nur als die höchstgelegene dauerhaft bewohnte Stadt der Erde, sondern auch als einer der extremsten Orte, an denen Menschen freiwillig leben.
Für Reisende ist der Ort kein klassisches Touristenziel, sondern eher eine Expedition in eine andere Realität. Die Höhe macht vielen schon nach kurzer Zeit zu schaffen. Trotzdem kommen immer wieder Abenteuerlustige hierher – um einen Ort zu erleben, der zeigt, wie weit Menschen für die Hoffnung auf Reichtum gehen.