The Voyager 15.10.2026 | Page 13

Fotos: Saskia Schäper wie vielfältig Detroit ist.
Foto: Florian Westermann | phototravellers. de Fotos: Florian Westermann & Saskia Schäper Foto: Florian Westermann | phototravellers. de Foto: Jörg Nicht glanzvolle Kronjuwel der Fox-Kette. Heute dient er vor allem als Bühne für Musicals, Konzerte und Comedy – von gefeierten Broadway-Produktionen bis hin zu Auftritten internationaler Weltstars. Schon das sechs Stockwerke hohe und einen halben Häuserblock lange Foyer raubt den Atem. Es ist übersät mit Ornamenten, Prunktreppen und kunstvollen Decken. Das Fox war auch technisch ein Vorreiter: Es war das erste Theater mit Rolltreppen und Aufzügen für Gäste sowie das erste weltweit mit eigens gebauter Technik für Tonfilme. Zwei historische Pfeifenorgeln – eine Wurlitzer im Saal und eine Möller im Foyer – machen den Besuch zu einem Erlebnis für Augen und Ohren.

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VIER GESICHTER EINER STADT

Wir haben probiert, gestaunt und gelauscht: auf dem Markt, im Museum, auf der Insel und im Theaterpalast. Vier Orte, die zeigen,

Fotos: Saskia Schäper wie vielfältig Detroit ist.

Eastern Market – Detroits Wohnzimmer

Samstags trifft sich hier die halbe Stadt. Auf einer Fläche von rund 17 Hektar erstreckt sich das größte historische Marktviertel der USA, das seit den 1890er-Jahren ununterbrochen in Betrieb ist. Zwischen den roten Markthallen bauen Händler Obst, Gemüse und Blumen auf. Hier befindet sich auch der größte Open-Air-Blumenmarkt des Landes. Bei geführten Rundgängen mit lokalen Guides erlebt man, wie eng Markt und Nachbarschaft verbunden sind. Wer lieber auf eigene Faust losgeht, kann beispielsweise bei DeVries & Co. fantastischen Käse probieren oder den alten Lastenaufzug bestaunen. Im Gratiot Central Market reihen sich Metzgereien, Fischhändler und Pietrzyk Pierogi aneinander. An vielen Ständen wird man zum Probieren eingeladen, und an den Wänden leuchten die berühmten Murals. Ein Fest für alle, die mit der Kamera unterwegs sind!

Detroit Institute of Arts: Kunst von Weltrang

Das DIA in Midtown zählt zu den bedeutendsten Museen der USA. In mehr als 100 Galerien sind über 65.000 Werke von der Antike bis heute aus- gestellt. Das Herzstück des Museums sind Diego Riveras Fresken „ Detroit Industry“, die die Auto- stadt auf dem Höhepunkt ihrer Macht zeigen. Rivera selbst hielt sie für sein gelungenstes Werk. In unmittelbarer Nähe hängen van Goghs Selbst- porträt und Matisses „ Das Fenster“, die jeweils ersten Werke der beiden Künstler in einem US-Museum. Auch die Sammlungen afrikanischer, asiatischer, indigener und islamischer Kunst sind sehenswert. Als eines der ersten großen Museen richtete das DIA eine eigene Abteilung für afroamerikanische Kunst ein. Und das Gebäude mit seinen Treppenhäusern und Lichtspielen ist selbst ein Kunstwerk. Mittags lohnt sich eine Pause im DIA Café.

Belle Isle: Die grüne Insel

Nur wenige Minuten von Downtown Detroit entfernt liegt im Detroit River ein rund 400 Hektar großer Park – die Belle Isle. Auf der Insel reiht sich ein Highlight ans nächste: der James Scott Memorial Fountain aus dem Jahr 1925, das von Albert Kahn entworfene Gewächshaus mit See- rosen- und Koiteich sowie das Aquarium aus dem Jahr 1904, das älteste Nordamerikas. Im Dossin Great Lakes Museum wird die 300-jährige Schifffahrtsgeschichte erzählt und an der Nordspitze steht ein Marmor-Leuchtturm aus dem Jahr 1929. Wer aktiv sein möchte, kann Rad fahren, paddeln, angeln oder am Inselstrand baden.

Fox Theatre – goldenes Kino-Zeitalter

Als „ Most Magnificent Temple of Amusement in the World“ gefeiert, beeindruckt das Fox Theatre an der Woodward Avenue auch fast 100 Jahre nach seiner Eröffnung im Jahr 1928. Mit mehr

als 5.000 Plätzen war der einstige Kinopalast das

Foto: Florian Westermann | phototravellers. de Fotos: Florian Westermann & Saskia Schäper Foto: Florian Westermann | phototravellers. de Foto: Jörg Nicht glanzvolle Kronjuwel der Fox-Kette. Heute dient er vor allem als Bühne für Musicals, Konzerte und Comedy – von gefeierten Broadway-Produktionen bis hin zu Auftritten internationaler Weltstars. Schon das sechs Stockwerke hohe und einen halben Häuserblock lange Foyer raubt den Atem. Es ist übersät mit Ornamenten, Prunktreppen und kunstvollen Decken. Das Fox war auch technisch ein Vorreiter: Es war das erste Theater mit Rolltreppen und Aufzügen für Gäste sowie das erste weltweit mit eigens gebauter Technik für Tonfilme. Zwei historische Pfeifenorgeln – eine Wurlitzer im Saal und eine Möller im Foyer – machen den Besuch zu einem Erlebnis für Augen und Ohren.

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