Mit Poseidon Expeditions auf der Sea Spirit ging es über die Falkland Inseln und Südgeorgien in die eisige Welt der Antarktis. Unvergessliche Begegnungen mit Tieren, spektakuläre Landschaften – und ein absoluter Luxus auf hoher See.
Von Dr. Heiko Beyer
W ir starten im Hochsommer in Buenos Aires. Früh am Flughafen Ezeiza angekommen, fühlen wir uns trotz Jetlag noch fit genug für eine Runde durch die Metropole. Die Farben, der Duft der Straßen, das lebendige Chaos der Stadt – alles wirkt intensiver als erwartet. Am Abend ignorieren wir die Müdigkeit und gönnen uns eine klassische Tangoshow, dazu einen guten argentinischen Rotwein. Perfekte Einstimmung auf das Abenteuer, das vor uns liegt.
Am folgenden Tag fliegen wir weiter nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Von der tropischen Hitze Argentiniens wechseln wir in das kühle Patagonien: 4 Grad, starker Wind, aber vom Luxusresort Arakur hoch über der Stadt aus lässt sich das gut aushalten. Mit einem heißen Getränk im Außenpool sitzend, genießen wir den Blick auf die zerklüfteten Berge und den Beagle-Kanal – einfach surreal!
Abenteuer, Pinguine und Luxus an Bord der Sea Spirit – diese Reise toppt alle bisherigen.
Keine 24 Stunden später heißt es: Willkommen an Bord der Sea Spirit. Schon beim ersten Blick auf das Schiff merkt man: Hier ist alles darauf ausgerichtet, Komfort und Abenteuer zu kombinieren. Das Essen ist ein Highlight: morgens und mittags Buffets, abends ein 5-Gänge-Menü aus besten Zutaten, meisterhaft serviert. Da lassen wir uns doch gerne verwöhnen. Und dank eines Druck-Handgelenkbandes bleibt die Seekrankheit glücklicherweise aus – sonst hätten wir vielleicht das ein oder andere Highlight verpasst. Miriam, unsere erfahrene Reiseleiterin, hatte recht: „ Was ihr in den nächsten Wochen sehen und erleben werdet, geht auf der Leiter immer eine Stufe höher.“
Unser erster Halt: die Falklandinseln. Ich war überrascht von der Natur, die hier alles andere als langweilig ist. Albatrosse, die majestätisch über uns kreisen und direkt vor uns nisten, und Pinguinkolonien, die direkt am Strand von Westpoint liegen – einfach fantastisch. Und Stanley, die Hauptstadt, versprüht den typischen britischen Charme. Natürlich konnte ich nicht widerstehen: direkt ins Pub, Fish and Chips, dazu ein gutes lokales Bier. Great Britain am Ende der Welt!
Unsere Route führt uns dann nach Südgeorgien. Die Landgänge dort sind einfach nur mindblowing! Königspinguine, so weit das Auge reicht, auf Felsen und Stränden, dazu Robben und Wale, die vor der Küste ihre Atemfontänen in die Luft blasen. Die schiere Menge an Tieren und die rauen, bergigen Landschaften sind überwältigend – man fühlt sich wie ein kleiner Besucher in einer Welt, die völlig unabhängig vom Menschen existiert.
Bevor wir das Schiff verlassen, wird penibel darauf geachtet, dass Schuhe und Kleidung frei von pflanzlichen Rückständen sind und alles desinfiziert wird, um keine invasiven Arten einzuschleppen – ein kleiner, aber enorm wichtiger Schritt zum Schutz dieser fragilen Natur.
Die Antarktis zeigt sich nicht auf einmal, sondern in Momenten.
Nach zwei Seetagen erreichen wir schließlich die Antarktis. Für viele ist der Weg dorthin die berüchtigte Drake-Passage – bekannt für den legendären Drake-Shake. Wir jedoch hatten außergewöhnliches Glück: Statt hoher Wellen gleiten wir über eine fast spiegelglatte See. Unser Expeditionsleiter Aaron bringt es schmunzelnd auf den Punkt: „ Ladies and Gentlemen, today we have a Drake Lake.“ Besser hätte es nicht laufen können.
Und dann beginnt sie, die Magie der Antarktis. Blaue Eisberge ziehen an uns vorbei, die Sonne reflektiert in allen erdenklichen Blau- und Weißtönen, und bei den Landgängen fühlt man sich fast wie die ersten Menschen, die diesen Kontinent betreten. Ein besonderes Highlight – und eine echte Mutprobe – ist der Polar Plunge. In Badehose stehen wir zitternd an der Gangway, dann geht es hinein ins eiskalte Südpolarmeer. Ein Sprung, ein Schock, ein lauter Schrei – und ein breites Grinsen danach. Ja, ich war auch dabei. Ein Moment, der gleichzeitig völlig verrückt und unvergesslich ist.
Besonders spektakulär war ein Ausflug spät am Abend. Die Sonne geht im Dezember nur kurz unter und taucht die Felscanyons und Eisberge in ein fast unwirkliches Licht. Auf den Eisbergen sitzen Pinguine, die uns neugierig beobachten – und wir sie. Augenblicke, die sich unauslöschlich ins Gedächtnis einbrennen.
Für uns sind die letzten Seetage die perfekte Gelegenheit, all das Erlebte in Ruhe Revue passieren zu lassen. Drei Wochen voller Eindrücke, Luxus, intensiver Tierbegegnungen und spektakulärer Landschaften gehen zu Ende. Wieder in Ushuaia angekommen, spürt man: Diese Reise verändert etwas. Der extreme Süden – die Falklands, Südgeorgien und die Antarktis – sind nicht einfach ein Reiseziel. Sie sind ein Erlebnis, das lange nachklingt.
Mein Fazit
„ Poseidon Expeditions kombiniert Abenteuer und Komfort auf beeindruckende Weise.“
Dr. Heiko Beyer, Fotograf & Journalist www. vision21. de
Von den heißen Straßen Buenos Aires’ über die kühle Luxus-Oase in Ushuaia bis hin zu den majestätischen Falklands, Südgeorgien und der Antarktis selbst – alles passt perfekt zusammen. Wer das pure Naturerlebnis sucht, aber nicht auf perfekten Service verzichten will, ist hier genau richtig. Und ehrlich: Ich habe ja schon viel gesehen – aber diese Reise hat wirklich alles getoppt.
Wer sich selbst ein Bild machen oder diese Reise buchen möchte, sollte bei Poseidon Expeditions vorbeischauen: poseidonexpeditions. de