Kreuzfahrtschiffe vor Santorin nicht direkt anlegen. Stattdessen ankern sie inmitten der gefluteten Caldera, und die Gäste erreichen die Insel mit Tenderbooten – eine Anreise, die bereits den Auftakt zu einem unvergesslichen Erlebnis bildet. Vom Wasser aus eröffnet sich der ikonische Anblick der weiß getünchten Häuser, die hoch über dem Meer an den steilen Felswänden kleben. Im Süden der Kykladen gelegen, zählt Santorin zu den eindrucksvollsten Reisezielen des östlichen Mittelmeers. Die charakteristischen Häuser mit ihren blauen Kuppeln prägen wie kein anderer Ort das Bild der Ägäis als Region des Lichts. Besonders die
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Hauptstadt Fira begeistert mit pastellfarbener, terrassenartiger Architektur – dem Ergebnis eines originalgetreuen Wiederaufbaus nach dem verheerenden Erdbeben von 1956. Im Zentrum Firas herrscht geschäftiges Treiben: Tavernen, Bars, kleine Läden
� Oia, Santorins berühmtestes Postkartenmotiv
und Boutiquen mit Kunsthandwerk, Schmuck und Spezialitäten reihen sich entlang schmaler Gassen. Wer Ruhe sucht, folgt dem spektakulären Wanderweg entlang des Kraterrands bis ins malerische Oia. Die rund vierstündige Tour bietet grandiose Ausblicke auf Meer, Krater und Küstenlinie.
Santorin selbst entstand aus einem gewaltigen Vulkanausbruch vor etwa 3600 Jahren, bei dem die ursprüngliche Insel teilweise im Meer versank und die heutige Caldera entstand. Noch immer zeugen dampfende Schlote auf Nea Kameni und warme Quellen bei Palea Kameni von der ungezügelten Energie unter der Erde. Die Einfahrt mit dem Schiff durch diesen natürlichen Vulkankrater ist ein landschaftliches Schauspiel von seltener Intensität – ein wahrer „ Tanz auf dem Vulkan“.
LANDAUSFLUGSTIPPS
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Ganz im Süden der Insel liegt Akrotiri – ein Ort, der Historie und Natur vereint. In unmittelbarer Nähe befindet sich der eindrucksvolle Red Beach, ein roter Vulkanstrand, eingerahmt von steilen Klippen aus Lavagestein – einer der ungewöhnlichsten Strände der Insel. Nur wenige Schritte entfernt stießen Archäologen auf die Überreste einer bronzezeitlichen Siedlung, die beim gewaltigen Vulkanausbruch um 1600 v. Chr. unter einer meterdicken Ascheschicht begraben wurde. Diese schützende Decke konservierte Straßen, Ge-
� Red Beach, Akrotiri
bäude und kunstvoll bemalte Wandfresken – ein einzigartiges Zeugnis einer hochentwickelten frühägäischen Kultur. Auffällig: Es wurden keine menschlichen Überreste entdeckt. Vermutlich war die Bevölkerung durch Vorbeben gewarnt und konnte rechtzeitig fliehen, bevor die Katastrophe die Insel überrollte.