D ie » Inseln des ewigen Frühlings « sind Urlaubsparadies und
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Kreuzfahrtziel par excellence. Auch abseits der großen Ferienzentren an den Küsten gibt es auf den Kanarischen Inseln vieles zu entdecken. Lanzarote, die nur 140 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernte östlichste Insel der Kanaren verdankt ihren Beinamen » schwarze Perle « einem von vielfältigen vulkanischen Aktivitäten geprägten Landschaftsbild.
Obwohl Lanzarote eine Fläche von nur 846 Quadratkilometern umfasst, finden sich 300 Vulkankrater. Schwarzbraune Lavafelder
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überziehen weite Gebiete. Kreuzfahrtschiffe legen in der Inselhauptstadt Arrecife an der Ostküste an. Die rund 70.000 Einwohner zählende Stadt hat sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Im Herzen
� Meerwasser- lagune Charco de San Ginés, Arrecife.
Arrecifes verläuft die umgestaltete Avenida La Marina, die von schönen Gärten gesäumt wird. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Iglesia de San Ginés, das Castillo de San José und das Castillo de San Gabriel.
LANDAUSFLUGSTIPPS
Die Inselhauptstadt Lanzarotes bietet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge zu den faszinierenden Zeugnissen des vulkanischen Ursprungs an. Auf einer Tour durch den Parque Nacional de Timanfaya zeigt sich, was die gewaltigen Kräfte des Erdinneren an der Oberfläche alles bewirken können. Zwischen 1730 und 1736 fanden auf Lanzarote die gewaltigsten jemals von Menschen beobachteten Vulkanausbrüche statt. Weite Gebiete wurden unter einem
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Lavastrom und Ascheregen begraben.
Auf dem Gebiet des heutigen Nationalparks beträgt die Temperatur nur wenige Meter unter der Erde immer noch bis zu 400 ° C. Die eigens für Besucher von den Parkwächtern arrangierten » Versuchsanordnungen « belegen dies: Wasser, das in Erdlöcher geschüt-
� Windmühle im Jardín de Cactus, Guatiza
tet wird, schießt als Fontäne wieder nach oben.
Heuballen, die in Erdspalten gehalten werden, fangen sofort Feuer. Auch der Grill des Restaurants » El Diábolo « wird mit der Hitze aus dem Erdinnern betrieben. In der Nähe des Restaurants startet eine Bustour durch den Park.
Die » Ruta de los Volcanes « führt in die atemberaubende, facettenreiche Vulkanlandschaft der Montañas del Fuego. Die Jameos del Agua im Nordosten Lanzarotes sind Teil eines Lavahöhlensystems, das vor 20.000 Jahren bei einem Ausbruch des Vulkans Monte Corona entstanden sein muss. Sie wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und sind heute eine Touristenattraktion. In einer der Höhlen ist ein Restaurant mit Bar eingezogen, eine weitere Höhle wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Die etwa einen Kilometer davon entfernte Cueva de los Verdes gehört zu dem gleichen
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Lavahöhlensystem und kann auf geführten Touren erkundet werden. Auch für Menschen, die sich weniger für Vulkanismus interessieren, hält Lanzarote einiges bereit. So hat die Insel mehrere sehr schöne Sandstrände zu bieten. Die romantisch
� Strände von Papagayo gelegenen Playas del Papagayo im äußersten Süden haben sich zu Tourismuszentren entwickelt, die Playa de Famara lockt vor allem Surfer an.