Watrify Unterwegs kostenlos Trinkwasser finden Von Anja Bethge
Foto: Watrify
� Die App Watrity bietet eine kostenlose, gemeinnützige Trinkwasserkarte für unterwegs. Egal ob in der Stadt, beim Radfahren oder auf Reisen.
W er im Sommer unterwegs ist, kennt das Problem: Die Trinkflasche ist leer, die Temperaturen steigen – und für einen halben Liter Wasser werden am Kiosk plötzlich vier oder fünf Euro fällig. Ich habe solche Preise tatsächlich schon bezahlt – nicht aus Überzeugung, sondern weil es bei über 30 Grad oft keine Alternative gibt. Gerade beim Wandern oder auf Städtetrips ist eine Flasche schließlich schneller leer, als man denkt. Dabei gibt es vielerorts kostenlose Alternativen. Das Problem: Man muss sie erst einmal finden.
Genau hier kommt ein Projekt ins
Spiel, das ich sofort sympathisch fand. Watrify heißt die Plattform, die der Karlsruher Jan Schuhmacher in seiner Freizeit entwickelt hat. Die Idee ist ebenso einfach wie nützlich: Eine Karte zeigt öffentliche Trinkbrunnen, Wasserspender und Nachfüllstationen in ganz Europa an. Inzwischen sind dort mehr als 250.000 Wasserstellen verzeichnet.
Besonders bemerkenswert: Watrify ist komplett kostenlos, werbefrei und ohne Registrierung nutzbar. Das Angebot steht sowohl als Android- und iOS-App als auch über ein Webportal zur Verfügung. Das Projekt wird ehrenamtlich betrieben und verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen. Jan Schuhmacher wollte ursprünglich nur eine Lösung für sein eigenes Problem finden. Heute hilft seine Plattform Tausenden Menschen dabei, kostenlos Trinkwasser zu entdecken. Die Daten stammen aus Open- Data-Portalen, OpenStreetMap und Community-Meldungen. Nutzer können selbst neue Wasserstellen eintragen oder bestehende aktualisieren. Die Idee dahinter ist ebenso simpel wie sinnvoll: Wasser sollte für jeden zugänglich sein. Watrify macht sichtbar, was vielerorts längst vorhanden ist – und hilft ganz nebenbei, Geld zu sparen und Plastikmüll zu vermeiden.