Foto: Svalbard Global Seed Vault / Riccardo Gangale
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Foto: Svalbard Global Seed Vault / Riccardo Gangale
Der Tresor der Menschheit
Kein spektakuläres Naturwunder und kein architektonisches Meisterwerk – seine Bedeutung liegt in dem, was er schützt: die biologische Vielfalt unserer Nahrung und damit ein Stück Zukunft für kommende Generationen.
T ief im Permafrost der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen liegt ein Ort, der für die Zukunft der Menschheit von unschätzbarem Wert sein könnte: der Svalbard Global Seed Vault. Der Saatgut-Tresor wurde 2008 in einen Berg auf Spitzbergen gebaut und dient als weltweites Sicherheitsarchiv für Nutzpflanzen. Hinter schweren Stahltüren lagern heute mehr als eine Million Samenproben aus nahezu allen Ländern der Erde – von Weizen und Reis bis hin zu seltenen Gemüsesorten.
Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie beeindruckend: Sollte eine Naturkatastrophe, ein Krieg oder der Klimawandel wichtige Saatgutbestände vernichten, können sie hier erhalten und später wieder genutzt werden. Die arktische Kälte und der dauerhaft gefrorene Boden schaffen ideale Bedingungen für die langfristige Lagerung. Besichtigen lässt sich das Innere nicht. Dennoch reisen jedes Jahr zahlreiche Besucher nach Spitzbergen, um den berühmten Eingang des „ Doomsday Vault“ zu sehen und einen Blick auf einen der außergewöhnlichsten Orte der Welt zu werfen.