„ Oh, wie schön ist Panama – Janosch wusste es schon. Und jetzt weiß ich es auch.“
Anja Bethge, Redaktionsmanagerin
W as für ein unvergesslicher Urlaub voller Farben, Natur und Abenteuer. Eigentlich wollten wir nach Costa Rica – absolutes Trendziel. Doch die Flüge in den Osterferien waren teuer und die Verbindungen alles andere als ideal. Also saßen wir vor Google Maps, durchstöberten weltweit Flugrouten und fragten uns: Was passt ins Budget und liegt in den Tropen? Und dann war da plötzlich Panama. Nach ein bisschen Recherche – Sicherheit, Möglichkeiten, Reisen mit Kind – war die Entscheidung gefallen. Und sie war genau richtig.
Wir lieben Roadtrips mit dem Mietwagen – und genau so waren wir auch in Panama unterwegs. Allerdings haben wir bewusst auf lange Etappen verzichtet und sind maximal drei Stunden von Panama-Stadt entfernt geblieben. Statt ständig weiterzufahren, wollten wir länger an einem Ort bleiben und die Umgebung wirklich erleben. Diese Mischung aus Flexibilität und Entschleunigung hat Panama für uns perfekt gemacht – mit einer landschaftlichen Vielfalt, die uns auf so kleinem Raum völlig überrascht hat.
Die ersten Tage verbrachten wir an der Playa Caracol in Punta Chame. Eine ruhige Landzunge am Pazifik mit endlosem Strand und Sonnenuntergängen, die jeden Abend wie gemalt wirkten. Frühstück mit Meerblick, Zeit am Pool, Spaziergänge am Strand und gute Drinks – es war perfekt, um anzukommen.
� Ein bisschen Karibik- Feeling an der Pazifikküste: Die ersten Tage an der Playa Caracol waren perfekt zum Entspannen und Ankommen.
� Unsere Unterkunft in
El Valle de Antón: das Containerhotel Nomada
Republic oberhalb des Tals, mitten im Nebelwald.
Dann ging es ins Hochland nach El Valle de Antón – ein Ort, der in einem erloschenen Vulkankrater liegt. Schon die Fahrt dorthin war beeindruckend, und kaum angekommen, spürten wir diese besondere Atmosphäre: entspannt, kreativ, ein bisschen Backpacker-Vibe. Kleine Cafés, Boutiquen, ein lebendiger Markt. Noch am selben Tag machten wir uns auf zum Cerro La Silla. Eine einfache Wanderung, aber mit atemberaubenden 360-Grad-Ausblicken – und wir waren komplett allein unterwegs. Unsere Unterkunft: ein spektakuläres Containerhotel mit toller Lage und wunderschönem Ausblick in die Berge. Diese Mischung aus kühler Bergluft, üppiger Vegetation und Stille war magisch. Am nächsten Tag wartete schon die nächste Herausforderung: der Aufstieg zur La India Dormida. Steil, schweißtreibend, 400 Höhenmeter durch Wald. Aber oben angekommen: pure Belohnung. Diese Landschaft, diese Weite – absolut lohnenswert.
Bevor es für uns endlich in den Regenwald ging, legten wir noch einen Stopp am Panamakanal ein – ein Ort, den man wohl einmal gesehen haben muss. Das Besucherzentrum der Miraflores-Schleusen war allerdings ziemlich überfüllt und das Erlebnis ließ uns etwas zwiegespalten zurück. Beeindruckend, ja – aber nicht ganz so spektakulär wie erwartet. Umso besser hat uns der inkludierte 3D-Film im IMAX-Kino gefallen, der die Geschichte und Dimension dieses Bauwerks eindrucksvoll vermittelt hat.
� Der Blick von unserem Zimmer im Gamboa Rainforest Resort ist atemberaubend und die Hängematte auf dem Balkon ein Traum.
� Im Nationalpark Soberanía kannst du den Regenwald auf eigene Faust erkunden. Wir waren auf den ausgewiesenen Trails fast immer alleine.
Und dann: Dschungel. Unsere neue Unterkunft, das Gamboa Rainforest Resort, liegt mitten im Nationalpark Soberanía. Wir waren ehrlich gesagt erstaunt, dass sich so ein idyllischer Ort in unmittelbarer Nähe zu Panama-Stadt befindet. Dieses Naturparadies hat uns sofort in seinen Bann gezogen. Der Blick von unserem Balkon, dazu die Geräuschkulisse aus Zirpen, Rascheln und Rufen – einmalig. Das Hotel selbst ist etwas in die Jahre gekommen und die Preise für Essen und Touren eher hoch. Trotzdem lohnt es sich – vor allem wegen der einzigartigen Lage. Wir nutzten die angebotenen Touren und fuhren mit der Seilbahn durch die Baumwipfel bis zu einem Aussichtsturm mit spektakulärem Blick über Nationalpark, Panamakanal und den Río Chagres. Ein weiteres Highlight war die Bootstour: Auf der einen Seite riesige Containerschiffe auf dem Panamakanal, auf der anderen Natur pur am Gatúnsee mit seinen Affeninseln, auf denen uns neugierige Bewohner begrüßten. Diese Mischung war einzigartig.
Am letzten Tag zog es uns noch einmal in den Dschungel. Auf Tiersuche zu gehen macht einfach Spaß. Wir gingen zur Pipeline Road und ins Rainforest Discovery Center – und wurden schon nach kurzer Zeit belohnt: Eine ganze Nasenbärenfamilie kreuzte unseren Weg. Im Besucherzentrum konnten wir außerdem Kolibris beobachten, die zwischen den Futterstellen hin und her schwirrten. Ein perfekter Abschluss unserer Zeit im Dschungel.
Zurück an der Playa Caracol ließen wir alles nochmal sacken. Zwei Tage nichts tun, nur Meer, Sonne und Gedanken sortieren. Zum Abschluss ging es dann für drei Nächte nach Panama-Stadt. Ein Kontrastprogramm: Hochhäuser, Skyline, Finanzviertel. Dazu aber mehr in einem extra Reisetagebuch...
Meine 5 Tipps für Panama
1
Playa Caracol Perfekt zum Ankommen und Entspannen. Endlose Strände, beeindruckende Sonnenuntergänge und viel Ruhe. Ideal für Strandspaziergänge, Pooltage und einfach mal Abschalten – wir waren im Surfside Beach Front Suites.
El Valle de Antón Das Vulkantal bietet ein
2 angenehm kühleres Klima, eine entspannte Atmosphäre und viele Möglichkeiten für Aktivitäten. Es ist perfekt für Wanderungen und um Natur und Erholung zu verbinden.
3
Nationalpark Soberanía
Dschungel pur, nur 25 Kilo- meter von Panama-Stadt entfernt. Unbedingt Trails wie die Pipeline Road erkunden, mit der Aerial Tram in Gamboa fahren und das Rainforest Discovery Center besuchen.
Panamakanal Lieber eine Bootstour
4
inklusive Affeninseln machen, statt nur das Besucherzentrum der Miraflores-Schleusen zu besuchen – deutlich eindrucksvoller und ein echtes Erlebnis zwischen
Natur und Containerschiffen.
5
Gut vorbereitet sein
Mückenschutz mit DEET / Icaridin ist ein Muss – wegen Krankheiten wie Dengue oder Zika; in einigen Regionen besteht zudem ein geringes Malariarisiko. Und: Kamera mit Teleobjektiv für Faultiere, Affen & Co.