The Voyager 01.10.2026 | Page 31

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Leonhard Steinberg, Herausgeber

Baltrum Wo Nichtstun zum Urlaub gehört

B altrum hat eine Fläche von gerade einmal

6,5 Quadratkilometern und ist damit die kleinste der Ostfriesischen Inseln. Der Urlaub beginnt für meine Familie und mich schon auf der Fähre, wenn es an den Robbenbänken vorbei zum kleinen Baltrumer Hafen geht. Autos gibt es auf der Insel keine – selbst die Müllabfuhr kommt hier per Pferdekutsche –, und man bewegt sich einfach zu Fuß.

Wir waren dieses Jahr schon zum vierten Mal in Folge auf der Insel, was für mich eigentlich untypisch ist. Aber Baltrum verändert sich einfach nicht, und genau das macht die Insel für mich so besonders. Es gibt kaum etwas zu tun außer Wattwandern, im Strandkorb sitzen und sich von der Nordseebrise den Kopf freipusten lassen.

Der eigentliche Grund für die vielen Besuche sind aber unsere Töchter. Sie kennen mittlerweile jeden Weg zum Strand, wissen genau, wo die besten Muscheln liegen, und laufen praktisch jeden Tag zu „ Watt’ n Eis“ – der einzigen richtigen Eisdiele der Insel. Dass man einfach loslaufen kann, ohne auf Verkehr zu achten, ist für uns als Familie fast wichtiger als jede Landschaft.

� Schon die Ankunft auf Baltrum fühlt sich nach Urlaub an.

� Im Sommer blüht es überall zwischen den Dünen.

Mein Tipp: gar nicht erst groß planen. Wer trotzdem etwas erleben will, findet jeden Tag Angebote – vom Tennisturnier über das Kinderspielhaus und den Shanty-Chor bis zum „ JeKaMi“( Jeder kann mitmachen), einem Open-Air-Happening auf der Promenade.

Und ansonsten die Klassiker: ein Fischbrötchen unterwegs und mit einem Aperol in den Sonnenuntergang blicken. Wie sehr Baltrum wirkt, merkt man eigentlich erst zu Hause: Kaum waren wir zurück, fragten unsere Töchter schon wieder, wann es endlich wieder nach Baltrum geht.

Hawaii �