Der Bogoriasee ist ein Naturwunder im Großen Afrikanischen Grabenbruch. Die wahren Stars sind hier die Rosaflamingos, die in riesigen Schwärmen ans Ufer kommen.
D er Bogoriasee, verborgen im Herzen des kenianischen Rift Valley, ist mehr als nur ein See – er ist eine Bühne der Elemente, ein schillerndes Naturphänomen, das zugleich archaisch und lebendig wirkt. Als der britische Geologe John Walter Gregory 1892 zum ersten Mal den See erreichte, nannte er ihn den „ wunderschönsten Ort in Afrika“. Diese Einschätzung scheint noch heute gerechtfertigt: Das Zusammenspiel aus Landschaft, Geologie und Tierwelt erschafft eine Szenerie, wie sie anderswo auf der Welt kaum zu finden ist. Brodelnde heiße Quellen, sprühende Geysire und dampfende Ufer erzählen von seiner vulkanischen Herkunft. Das stark salzhaltige Wasser ist lebensfeindlich – und doch zieht es Hunderttausende Rosaflamingos an, die hier in riesigen Schwärmen Algen fressen. Ihr leuchtendes Gefieder spiegelt sich im glitzernden Wasser und lässt den See wie ein rosa Teppich wirken.