Der Rheinfall zählt zu den größten Wasserfällen Europas – und lässt sich aus nächster Nähe erleben.
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H übsch sind die Städte am Südufer des Hochrheins. Mittelalterlich trutzig
Rheinfall in Schaffhausen: Tosendes Wasser, feiner Sprühnebel und eine beeindruckende Naturkulisse.
überragt Rheinfelden den jungen Strom. Laufenburg gibt’ s gleich zweimal, am Schweizer und am deutschen Ufer, malerisch in eine Flussbiegung geschmiegt. Bucklige Berge, fette Weiden – alles friedlich. Und dann kracht’ s. Beim Rheinfall, unweit von Schaffhausen, ist Schluss mit lieblich. 150 Meter breit stürzt der Rhein über eine Kalkschwelle 23 Meter in die Tiefe – der größte Wasserfall Europas. Vor allem nach der Schneeschmelze donnern hier Wassermassen herab, dass die Gischt bis auf die Aussichtsplattformen spritzt und jedes Gespräch im Tosen untergeht.
Vom Schlössli Wörth am Nordufer fahren kleine Boote direkt zum Felsen mitten im Rheinfall. Die Passage durch die Gischt ist nass, laut und genau so aufregend, wie man es sich vorstellt. Auf dem Felsen selbst, umtost von Wassermassen, steht man dann da – und fragt sich, wie der Rhein das seit der letzten Eiszeit durchhält. Den besten Gesamtblick auf den Wasserfall bietet die gegenüberliegende Seite: Schloss Laufen thront über dem Südufer und führt über Treppen und Stege hinab bis dicht an die Abbruchkante. Wer es ruhiger mag, spaziert vom Parkplatz 4 am Rhein entlang – hier hat man das Tosen fast für sich allein. Flussabwärts wird der Rhein wieder zahm. Stein am Rhein wird nicht vom Wasser, sondern von Besuchern geflutet. Bei dem zauberhaften Städtchen verlässt der Hochrhein den Bodensee.