Nicht alle Wälder bestehen aus klassischen Bäumen. Im japanischen Arashiyama bei Kyoto wächst einer der bekanntesten Bambuswälder der Welt, auch bekannt als Sagano- Bambuswald. Die hohen, schlanken Halme bilden ein dichtes grünes Dach, das das Licht sanft filtert. Wenn der Wind durch die Bambusrohre streicht, entsteht ein leises, charakteristisches Rascheln – ein Klang, der in Japan als besonders beruhigend gilt. Dieses Geräusch wurde von der japanischen Regierung sogar zu einem der „ 100 Soundscapes of Japan“ erklärt – einer Auswahl charakteristischer Naturklänge, die dazu anregen sollen, bewusst innezuhalten und die Geräusche der Umgebung wahrzunehmen.
Der Bambuswald liegt in der Nähe des historischen Zentrums von Kyoto und verbindet Naturerlebnis mit kulturellem Erbe. Besucher spazieren auf schmalen Wegen zwischen den dicht stehenden Bambusrohren hindurch, während das Licht weich zwischen den Halmen fällt.
Japan gilt zudem als Ursprungsland des Waldbadens( Shinrin Yoku), und viele Besucher erleben hier erstmals, wie wohltuend ein langsamer Spaziergang durch einen Wald sein kann.
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Ein Wald aus hoch aufragenden Bambuspflanzen von fast einheitlicher Höhe – ein ebenso ungewöhnlicher wie beeindruckender Anblick.