Im äußersten Westen der Mongolei, wo das Land an China und Russland stößt, liegen Gletscher, Steppe und uralte Felsbilder. Kasachische Nomaden jagen hier bis heute mit Steinadlern.
Eine Jurte, allein in einem Tal, so weit, dass sich die Entfernung zum nächsten Berg kaum schätzen lässt. Zum Frühstück gesalzener Milchtee, draußen ein Steinadler auf seinem Pflock. So kann ein Tag im mongolischen Altai beginnen. Der Altai-Tavan- Bogd-Nationalpark in der Provinz Bayan-Ölgii ist eine der entlegensten Regionen eines ohnehin dünn besiedelten Landes. Der Khüiten-Gipfel ist mit 4.374 Metern der höchste Punkt der Mongolei. An seinem Fuß fließt der Potanin-Gletscher, der längste des Landes. Weiter südlich liegen die Seen Khoton und Khurgan, an deren Ufern im Sommer Jurten stehen und Yaks grasen. In den Tälern finden sich Tausende Felszeichnungen – Jagdszenen, Hirsche, Wagen. Die Petroglyphen des mongolischen Altai gehören seit 2011 zum UNESCO-Welterbe. Viele davon sind über Jahrtausende entstanden und liegen ungeschützt im Gelände.
Die meisten Menschen hier sind Kasachen. Ihre Tradition der Adlerjagd ist lebendig, im Herbst feiert die Provinzhauptstadt Ölgii ein Adlerfestival. Wer danach in die Berge fährt, hat die Weite fast für sich. Schneeleoparden und Argali-Wildschafe leben hier, gesehen werden sie selten. Komfort gibt es kaum. Dafür eine Gastfreundschaft, die keine Buchungsplattform kennt.
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� Rund um den Khoton-See reicht der Blick bis zu den Gipfeln an der Grenze zu China. Im Sommer weiden hier die Herden kasachischer Nomaden, im langen Winter trotzen nur robuste Tiere wie der Yak der Kälte.
Unterwegs ist man meist im Geländewagen mit Fahrer, auf Pisten, die sich durch Steppe und über Pässe ziehen. Abends wartet ein Jurtencamp oder eine Nomadenfamilie, die Gäste aufnimmt. Am Khoton-See lassen sich Tage zu Pferd verbringen, vorbei an Yakherden und Sommerweiden. Und nachts spannt sich ein Sternenhimmel über das Tal, wie man ihn in Europa kaum noch sieht. Mongolei-Reiseexperten wie Steppenfuchs Reisen bieten authentische Rundreisen an – als Individualoder Gruppenreisen.
Höhepunkt des Jahres ist das Adlerfestival im Herbst. Reiter in Fuchspelzmützen tragen ihre Steinadler auf dem Arm, messen sich in Wettbewerben und zeigen, wie eng Mensch und Vogel hier zusammenarbeiten. Wer nicht zum Festival kommt, kann eine Adlerjägerfamilie besuchen und erleben, wie diese jahrhundertealte Tradition im Alltag weiterlebt. Ein kleines Gastgeschenk und die Frage vor dem Foto gehören dazu.
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� Steppe bis zum Horizont, dahinter die Berge des Altai: In der endlosen Weite der Westmongolei zählen Pferde mehr als Straßen. Eine Nacht in der traditionellen Jurte gehört hier zum Pflichtprogramm.
WEGWEISER
Anreise: Flug nach Ulaanbaatar, weiter per Inlandsflug nach Ölgii, dann Geländewagen mit Fahrer.
Beste Reiseszeit: Juni bis September; Adlerfestival Anfang Oktober.
Übernachten: Jurten-Camps, Gastfamilien, Zelt
Unser Tipp: Reittour mit kasachischen Pferdeführern zum Potanin-Gletscher
Gut zu wissen: Grenzzonen-Genehmigung nötig, nur mit autorisiertem lokalem Guide, am besten über lizenzierte Reiseveranstalter buchen; Felsbilder nicht berühren.