The Voyager 29.10.2026 | Page 15

Foto: Iniva Tourism & Hospitality
Foto: PeterLytle / iStockphoto
Foto: Laura Vesmare / Iniva Tourism & Hospitality

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LOANGO ~ GABUN

Elefanten am Atlantik

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An Gabuns Küste trifft der Regenwald direkt auf den Ozean. Waldelefanten spazieren über den Strand, Flusspferde baden in der Brandung. Der Loango-Nationalpark gilt als eines der letzten Paradiese Afrikas – und kaum jemand fährt hin.

Wer am Strand von Loango einen grauen Felsen sieht, sollte zweimal hinschauen. Nicht selten hebt der Felsen den Rüssel und trottet zur Wasserlinie: ein Waldelefant, im Rücken der Dschungel, vor sich der Atlantik. Gabun ist zu einem großen Teil von Wald bedeckt und hat 2002 auf einen Schlag 13 Nationalparks ausgewiesen. Loango ist der bekannteste, und doch gibt es hier nur eine Handvoll Lodges und keine Safari-Kolonnen.

Das Ökosystem von Loango zählt zu den reichsten und vielfältigsten Zentralafrikas. Auf engem Raum wechseln sich wilde Atlantikstrände, Mangroven und weite Lagunen ab, dazu Fluss- und Binnenwälder mit riesigen Urwaldbäumen und offene, tropische Graslandschaften. Wasser und Land greifen hier so eng ineinander, dass Loango auch das „ Okavango Gabuns“ genannt wird. In diesem Mosaik aus Lebensräumen begegnen sich Tiere, die man sonst nie zusammen sieht: Elefanten am Meer, Büffel auf der Savanne, Flusspferde in der Brandung.

Die Tierwelt ist entsprechend vielfältig: Waldelefanten, Büffel, Leoparden, Flachlandgorillas und Schimpansen. Zwischen Juli und September ziehen Buckelwale vor der Küste vorbei. Von November bis Februar legen Lederschildkröten ihre Eier an den Stränden ab.

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� Nicht Uganda, sondern Gabun: Westliche Flachlandgorillas sind die unbekannten Verwandten der berühmten Berggorillas. Im Loango-Nationalpark lassen sie sich mit etwas Glück aus nächster Nähe beobachten.

Ein besonderes Erlebnis ist die Begegnung mit Westlichen Flachlandgorillas. In Loango haben Forschende eine Gorillagruppe über Jahre an Menschen gewöhnt. Besucher dürfen sie in sehr kleinen Gruppen aufsuchen, mit Abstand, Maske und nur für kurze Zeit. Wer einmal einem Silberrücken im Unterholz gegenübergestanden hat, vergisst diesen Moment nicht.

Dazwischen bleibt Zeit für die stillen Seiten des Parks: Kajakfahrten durch Mangrovenkanäle, Eisvögel und Reiher am Ufer, Abende auf der Lodge- Terrasse mit Blick auf die Lagune. Weil so wenige Menschen hierherkommen, zählt jeder Besuch. Die Einnahmen aus dem Tourismus helfen, Ranger zu bezahlen und die Wälder vor Wilderei und Abholzung zu schützen. Reiseveranstalter wie Ivory Tours und Natouralist bieten die Möglichkeit, Afrika abseits des Massentourismus zu erleben.

Foto: Laura Vesmare / Iniva Tourism & Hospitality

� Wildnis mit Komfort: Das Loango Savannah Camp liegt mitten im Nationalpark, mit Blick auf die Iguela-Lagune und ihre weiten Graslandschaften. Per Boot oder Geländewagen geht es von hier aus zu Elefanten, Büffeln und Flusspferden.

WEGWEISER

Anreise: Flug nach Libreville, weiter nach Port-Gentil und per Boot oder Kleinflugzeug zur Lodge

Beste Reiseszeit: Juni bis September( Trockenzeit, Wale); November bis Februar für Schildkröten

Übernachten: Wenige Lodges und Camps im und am Park, meist mit geführtem Programm

Unser Tipp: Bootstour durch die Iguela-Lagune bei Sonnenuntergang

Gut zu wissen: Visum vorab beantragen, Gelbfieberimpfung Pflicht; aktuelle Reisehinweise des Auswärtigen Amts prüfen.

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