Mit Muskelerkrankung, Rollstuhl und 24-Stunden- Assistenz um die Welt: Als Nora Welsch das plant, raten viele ab. Sie reist trotzdem und erzählt auch von Selbstzweifeln und vom Scheitern an fehlender Barrierefreiheit.
A nders ist hier schon die Ausgangslage. Nora Welsch ist vollständig auf Assistenz rund um die Uhr angewiesen und organisiert für ihre Reise neun Reisebegleiter: innen. Die Stationen lesen sich nach Traumziel: Safari in Kenia, Wüstennächte im Oman, Inselmomente auf Korfu. Dazwischen stehen aber auch Selbstzweifel, Krankheit, Rückschläge und Situationen, in denen sie an fehlender Barrierefreiheit scheitert. Welsch, geboren in Heidelberg, sitzt seit frühester Kindheit im Rollstuhl; wirklich frei fühlt sie sich nur im Wasser.
„ Im Rollstuhl um die Welt – Warum ich tat, was andere für unmöglich hielten“ ist ein Buch, das von Abhängigkeit und Stärke erzählt und davon, was Neugier möglich machen kann. Nora Welsch wagt das „ Experiment Freiheit“ trotz der Warnungen vieler und wächst dabei über sich hinaus. Im Kern geht es darum, wie Neugier und die Lust, sich dem Leben mit offenem Herzen zu nähern, neue Möglichkeiten eröffnen. Das ist eine Frage, die sich nicht auf den Rollstuhl beschränkt: Wann lohnt es sich, trotz Zweifel und gut gemeinter Ratschläge einfach loszuziehen?
QUICK FACTS
Nora Welsch: Im Rollstuhl um die Welt
Klappenbroschur 304 Seiten 50 farbige Abbildungen 22 Euro