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Foto: Lisa und Wilfried Bahnmüller Foto: Lisa und Wilfried Bahnmüller es nie so unerträglich heiß wie in Andalusien oder Kastilien. Hier lässt es sich wirklich aus- halten – gerne auch ein paar Tage länger.
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BASKENLAND
Der kühle Teil Spaniens
Im Baskenland weht selbst in den Sommermonaten eine angenehme Brise vom Atlantik – ein Strandurlaub ohne Hitzewallungen ist garantiert. Zugleich locken pulsierende Städte und Naturschätze: eine Coolcation voller Kultur, Genuss und Erholung.
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er Spanien nur mit sengender Hitze, Olivenhainen und staubigen Ebenen verbindet, der wird im Baskenland angenehm überrascht. Denn hier, im Norden an der rauen Atlantikküste, zeigt sich Spanien von seiner grünen, frischen und oft auch etwas wilden Seite. Statt glühender Sommerhitze gibt’ s hier ein angenehm mildes Klima – ideal, wenn man Sonne genießen will, ohne gleich unter der Glut zu schmoren. Kein Wunder, dass die Basken ihren Landstrich liebevoll „ Euskal Herria“ nennen – ein Stück Heimat, das man am liebsten gar nicht mehr verlässt.
Vom Stahlwerk zur Sterneküche
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� Guggenheim-Museum in Bilbao
Bilbao und San Sebastián zählen zu den bekanntesten Städten des Baskenlands und sind ideale Ausgangspunkte für einen Coolcation-Urlaub. Die Region verbindet Kultur, Geschichte, Natur und eine gefeierte Küche. Bilbao hat sich von der einstigen Industriestadt zu einer modernen Kulturmetropole gewandelt, geprägt vom spektakulären Guggenheim-Museum und der lebendigen Altstadt Casco Viejo mit ihren Pintxos-Bars.
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San Sebastián, auf Baskisch Donostia, begeistert mit feinsandigen Stränden wie der Playa de la Concha, einer eleganten Promenade und einer Altstadt voller Leben. Von den Hausbergen Monte Urgull und Monte Igueldo eröffnen sich eindrucksvolle Ausblicke, abends lockt die legendäre Pintxo-Kultur. Doch auch das Hinterland erzählt Geschichte: In Gernika erinnern die „ Heilige Eiche“ und das Casa de Juntas an die baskischen Freiheitsrechte, wäh-
� Bucht von La Concha, San Sebastián
rend Picassos „ Guernica“ das Schicksal der Stadt im Bürgerkrieg weltweit bekannt machte.
Weiter westlich führen die Höhlen von Altamira mit ihren bis zu 36.000 Jahre alten Felsmalereien tief in die Frühgeschichte Europas.
Altamira – zeitlose Kunst
Das Original darf man aus Schutzgründen heute nicht mehr betreten – zu viel Atemluft hätte den uralten Farben zugesetzt. Aber keine Sorge: Die detailgetreue Nachbildung im Museum ist so verblüffend echt, dass man das Gefühl hat, direkt neben den steinzeitlichen Künstlern zu stehen. Ein Abstecher nach Altamira ist also wie eine Zeitreise in die Urgeschichte Europas – und er zeigt auch: Schon damals wussten die Menschen, dass das Baskenland ein ganz besonderer Ort ist.
Naturparadiese im Baskenland
� Im Naturschutzgebiet Urdaibai hat der Fluss lange Sandstrände gebildet.
Bilbao und San Sebastián gelten als „ Tor zu den Pyrenäen“ – doch auch ihr Umland steckt voller Naturhighlights. Besonders eindrucksvoll ist das Biosphärenreservat Urdaibai, wo der Fluss Oka ein weites Mündungsgebiet aus Feuchtwiesen, Sandbänken und Marschland formt. Vor allem im Frühjahr und Herbst lassen sich hier zahlreiche Zugvögel beobachten. Zwischen Wattflächen und Stränden liegen Fischerdörfer wie Mundaka, berühmt bei Surfern, Bermeo mit Hochseefischer-Tradition und das malerische Elantxobe an der Steilküste. Ein weiteres Ziel für Outdoorfans ist der Naturpark Gorbea mit seinem verwunschenen Buchenwald und dem Gipfelkreuz des Gorbea, von dem sich bei klarer Sicht ein weiter Blick bis zum Kantabrischen Meer eröffnet.
Urlaub zum Ausdehnen
Und genau das macht die Region so spannend: Man kann vormittags Kultur in Bilbao genießen, nachmittags am Strand von San Sebastián baden und am nächsten Tag durchs Naturreservat streifen. Dazu kommen Ausflüge ins Hinterland mit grünen Hügeln, kleinen Dörfern und Weingütern. Das Baskenland ist ein Reiseziel, das man nicht auf die Schnelle abhakt. Es ist eine Gegend für Genießer, Neugierige und für alle, die eine perfekte Mischung aus Natur, Kultur und Kulinarik schätzen. Und das Beste daran: Dank des milden Klimas ist
� Rote Fachwerkhäuschen wie in Ainhoa sind typisch für die Region.
Foto: Lisa und Wilfried Bahnmüller Foto: Lisa und Wilfried Bahnmüller es nie so unerträglich heiß wie in Andalusien oder Kastilien. Hier lässt es sich wirklich aus- halten – gerne auch ein paar Tage länger.
Tipp
Unbedingt die Pintxos probieren! Das sind baskische Tapas in Miniaturform, die in jeder Bar kunstvoll aufgereiht sind. Am besten nicht an einer Stelle bleiben, sondern Pintxo-Hopping machen: von Bar zu Bar ziehen, überall ein kleines Häppchen, dazu ein Glas Txakoli oder Sidra( Apfelwein). Das echte Baskenland-Gefühl!