The Voyager 19.02.2026 | Page 15

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Foto: Mads Schmidt Rasmussen / Unsplash zu beobachten. Sie gehören zu den meistfotografierten Stränden der Welt – und es ist leicht zu verstehen, warum: Das Zusammenspiel von karibisch anmutendem Sand und arktischer Bergwelt ist einzigartig. Auch Adrenalinjunkies kommen hier voll auf ihre Kosten. Orte wie Unstad Beach sind berühmt für ihre

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LOFOTEN-INSELN

Wo die Berge aus dem Meer wachsen

Die Lofoten sind bekannt für ihre Fischerdörfer, die sich wie Farbtupfer an die steilen Berghänge schmiegen. Man taucht ein in eine Welt aus Kultur, rauer Natur und unvergesslichen Momenten.

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D iese unvergleichliche Inselkette im Norden

Norwegens ist weit mehr als nur ein Reiseziel. Die Lofoten sind ein Ort, an dem ungezähmte Natur, reiche Geschichte, nordische Gelassenheit und stille Schönheit aufeinandertreffen. Nördlich des Polarkreises verschmelzen majestätische Berge mit dem tiefen Blau des Nordmeers und den satten Grüntönen der Wiesen zu einer Landschaft, die sofort in ihren Bann zieht. Zwischen zerklüfteten Felsen, idyllischen Fjorden und den leuchtend roten Fischerhütten, den Rorbuer, spielt die Natur eindeutig die Hauptrolle. Dazu kommen die arktischen Extreme: Von Ende Mai bis Mitte Juli taucht die Mitternachtssonne die Inseln in ein scheinbar endloses, goldenes Licht – perfekt für Wanderungen, Angeltouren oder nächtliches Staunen. Im Winter wiederum verzaubert das Ballett der Nordlichter den Himmel.

Ungezähmte Schönheit

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� Der Blick vom Ryten-Gipfel auf den Kvalvika Strand

Die Entdeckungsreise führt in den Süden der Lofoten auf die Insel Moskenesøya. Dort liegt das Fischerdorf Reine, dessen rote Rorbuer sich im ruhigen Wasser des Fjords spiegeln, eingerahmt von schroffen Berggipfeln. Von hier aus lässt sich der Reinebringen erwandern. Der steile Aufstieg verlangt Kondition, belohnt aber mit einem der eindrucksvollsten Panoramablicke Europas über Reine und den Reinefjord – ein Anblick, der die Kraft dieser Landschaft unmittelbar spürbar macht.

Nördlich davon, auf der Insel Flakstadøya, warten mit Ramberg und Skagsanden einige der berühmtesten

� Reine auf der Insel Moskenesøy

Strände der Lofoten. Der helle Sand bildet einen faszinierenden Kontrast zu dunklen Bergen und dem oft rauen Meer; wechselndes Licht und Gezeiten sorgen ständig für neue Stimmungen. Auf der

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Nachbarinsel Vestvågøya verbindet Henningsvær, das „ Venedig des Nordens“, mehrere kleine Inseln durch Brücken. Das traditionsreiche Fischerdorf ist bis heute von kreativer Energie geprägt – spürbar in Galerien, Ateliers und gemütlichen Cafés – und ein Ort, an dem man gern länger bleibt.

Abenteuer in der Natur

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� Svolvær ist die größte Stadt der Lofoten

Neben der atemberaubenden Bergkulisse bieten die Lofoten auch unvergessliche Erlebnisse auf dem Wasser. Die Sandstrände Hauklandstranda und Uttakleiv auf Vestvågøya eignen sich nicht nur ideal für entspannte Spaziergänge, sondern sind auch perfekte Orte, um im Sommer die Mitternachtssonne

Foto: Mads Schmidt Rasmussen / Unsplash zu beobachten. Sie gehören zu den meistfotografierten Stränden der Welt – und es ist leicht zu verstehen, warum: Das Zusammenspiel von karibisch anmutendem Sand und arktischer Bergwelt ist einzigartig. Auch Adrenalinjunkies kommen hier voll auf ihre Kosten. Orte wie Unstad Beach sind berühmt für ihre

Wellen und ziehen Surfer aus aller Welt an. In dicken Neoprenanzügen stürzen sie sich in die kalten Atlantikwellen und beweisen, dass die Lofoten eine faszinierende Spielwiese für viele unterschiedliche Abenteuer sind. Bei Kajakoder Bootsausflügen kann

� Unstad Beach ist ein Paradies für Surfer man einsame Buchten und nur vom Meer aus zugängliche Strände entdecken. So erlebt man die Inseln aus einer völlig neuen Perspektive und fühlt sich der Ursprünglichkeit der Landschaft ganz nah.

Einblicke in die Kultur

Die Lofoten sind nicht nur von wilder Natur geprägt, sondern auch von einer lebendigen Kultur, die eng mit Seefahrt und Wikingern verbunden ist. Auf Vestvågøya gibt das Wikingermuseum Lofotr in Borg mit interaktiven Ausstellungen einen eindrucksvollen Einblick in das Leben der Nordmänner.

Auch die Küche und Kunst der Region sind vom Meer geprägt: In Henningsvær wurde eine ehemalige Kaviarfabrik zur KaviarFactory umgebaut, einem Museum für zeitgenössische Kunst, das internationale Werke in rauer Industriearchitektur zeigt.

Ob beim Gipfelsturm, am Strand oder auf den Spuren der Geschichte – die Lofoten faszinieren mit ihrem ungezähmten Charme und beweisen, dass Kälte und raues Wetter die Grundlage für besonders intensive und unvergessliche Reiseerlebnisse sein können.

Tipp

Die Anreise auf die Lofoten ist selbst schon ein kleines Abenteuer. Von Deutschland aus fliegt man am besten nach Oslo und von dort weiter nach Bodø( BOO). Vom Flughafen Bodø aus sind es etwa 30 Minuten zu Fuß zum Hafen, wo die Fähren nach Moskenes im Süden oder nach Svolvær im Norden der Inselgruppe ablegen. Alternativ gibt es auch Direktflüge nach Leknes( LKN) oder Svolvær( SVJ).

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